Betoninstandsetzung & Korrosionsschutz nach DAfStb-Richtlinie
Karbonatisierung & mangelnde Betonüberdeckung
Eine unzureichende Bewehrungsüberdeckung oder schadhafte Oberflächenbeschichtungen führen durch Karbonatisierung zum Verlust des alkalischen Milieus im Beton. Die Folge: Die Bewehrungseisen korrodieren, der Rost dehnt sich aus und sprengt den umgebenden Beton ab.
Strahlen & mineralischer Korrosionsschutz
Die freigelegte Bewehrung wird im ersten Schritt durch Sandstrahlen gründlich bis zum metallischen Reinheitsgrad (Sa 2 ½) entrostet. Unmittelbar danach erfolgt der Auftrag eines vollflächigen, zementgebundenen Korrosionsschutzanstrichs.
Reprofilierung & Egalisierungsspachtelung
Die Fehlstellen werden mit kunststoffmodifiziertem Zementmörtel (PCC-Mörtel) schichtweise reprofiliert. Nach dem vollständigen Entfernen von Altanstrichen sorgt eine feine Kratz- und Flächenspachtelung dafür, dass alle Poren und Lunker kraftschlüssig verschlossen und die Oberflächen egalisiert werden.
Fachgerechte Rissvermeidung
Unsachgemäße Mörtelmischungen oder falsche Nachbehandlung führen zu Rissbildungen und erneuter Feuchtigkeitsunterwanderung. Eine fachgerecht aufgebaute Betonschutzschicht stellt den dauerhaften Verbund zum Altbeton sicher.
Oberflächenschutz & CO₂-Dichtigkeit
Abschließend wird ein diffusionsoffener, elastischer Schutzanstrich (z. B. Reinacrylat-System) aufgetragen. Dieser verhindert das Eindringen von Wasser und Schadgasen (CO₂-Bremse), schützt vor Frost-Tausalz-Wechseln und stoppt das Fortschreiten der Karbonatisierung. Bei Sonderbauwerken (z. B. Parkdecks oder Hochhäusern) dimensionieren wir den Systemaufbau nach den Vorgaben der DAfStb-Richtlinie (OS 2 bis OS 5b).
